Kreative Kinder-, Jugend- und Familientherapie

Eines meiner Angebote ist die kreative Kinder-, Jugend- und Familientherapie.

Für Kinder ab etwa sechs Jahren biete ich einen Raum, in dem sie spielerisch und kreativ ihre eigenen Möglichkeiten erforschen und ihre Grenzen erweitern können – zum Beispiel bei Ängstlichkeiten in der Schule, Mobbing, Schüchternheit, Kontaktschwierigkeiten und vielem mehr.

Ein Raum zum Ausprobieren und Wachsen

In meinem Praxisraum stehen viele Materialien bereit: Handpuppen, Farben, Papier, Ton, Musikinstrumente und vieles andere mehr. Das therapeutische Arbeiten mit diesen Dingen schafft neue Erfahrungsräume. Hier können Kinder in einem geschützten Rahmen ausprobieren, was später auch im Alltag hilfreich sein kann.

Die kreativen Methoden eignen sich besonders dann, wenn Worte fehlen und Gefühle da sind, die schwer oder noch gar nicht ausgesprochen werden können.

Manchmal reichen schon wenige Stunden – denn allein das Erleben von eigener Wichtigkeit und das Wahrgenommenwerden mit dem jeweiligen Thema kann eine spürbare Veränderung bewirken.

Eltern als wichtige Begleiter

Eltern beziehe ich von Beginn an mit ein – durch ein Vorgespräch und weitere Kontakte nach einigen Sitzungen. Zu Beginn gibt es außerdem einen Fragebogen: einen für die Erziehungsberechtigten und einen für das Kind.
Das ermöglicht beiden Seiten einen ersten Eindruck, ein Klärungsversuch, worum es überhaupt geht. Die Einbeziehung beider Sichtweisen ist mir wichtig.

Das erste Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und ist kostenlos. Erst danach können alle gemeinsam entscheiden, ob eine Begleitung bei mir die richtige ist.

Mir ist wichtig, dass Kinder sich wohlfühlen und gerne kommen – auch wenn die Themen manchmal belastend sind. Im Mittelpunkt stehen Entlastung, Angenommensein und das Entdecken eigener neuer Fähigkeiten.

Jugendliche auf ihrem Weg

Für Jugendliche ergibt sich meist ein anderes Setting. Ihre Themen drehen sich oft um Selbständigkeit, Selbstwertgefühl, Sinnsuche, Körpergefühl, Pubertät oder Ablösung vom Elternhaus.

Deshalb sieht die therapeutische Arbeit hier etwas anders aus: Jugendliche bringe ich stärker in sprachlichen Kontakt mit sich selbst, lade sie aber gleichzeitig zu kreativen Ausdrucksformen ein.
 Mit Farben, Materialien oder Symbolen können sie eigene Wahrnehmungen, Körpererfahrungen oder auch Beziehungen zu anderen sichtbar machen.

Mögliche Übungen sind z. B.:
• ein Körperbild malen und anschließend verändern,
• den eigenen sicheren Raum gestalten und sich darin erfahren
• Grenzen mit Material sichtbar machen – und spüren, wie es ist, sie zu erweitern oder zu verkleinern.
Die kreative Bandbreite ist groß und richtet sich immer nach dem Anliegen, den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Jugendlichen.

Familie als System im Blick

Die Einbeziehung der Eltern bleibt mir auch in der Arbeit mit Jugendlichen wichtig – gerade dann, wenn das Verhältnis zu den Eltern selbst Thema ist.

Sie als Eltern begleiten die Therapie, werden einbezogen in Gespräche mit mir und – wenn es passend ist – auch in gemeinsamen Sitzungen. Denn es geht darum, Balance zu finden:
 Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit der Tochter oder des Sohnes soll respektiert werden, und gleichzeitig braucht das Familiensystem Aufmerksamkeit und Verständnis.

Aus eigener Erfahrung

Ich kenne diese Suche nach Balance auch aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn, der inzwischen erwachsen ist. In schwierigen Zeiten hat uns professionelle Unterstützung geholfen, wieder Orientierung zu finden und anders miteinander in Kontakt zu kommen.

Und genau darum kann es auch in der therapeutischen Begleitung gehen: respektvoll mit sich selbst und miteinander in Verbindung zu kommen.